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Triaxialversuch in Potsdam: Scherfestigkeit für standsichere Gründungen

Viele Tragwerksplaner in Potsdam unterschätzen den Einfluss des Grundwassers auf die Scherfestigkeit des Baugrunds. Ein einfacher Rahmenscherversuch liefert oft zu optimistische Werte, besonders bei den feinsandigen und schluffigen Böden entlang der Havel. Die Folge: kostspielige Nachbesserungen, wenn sich die Baugrube bei Wasserzutritt unerwartet verformt. Der Triaxialversuch nach DIN 18137-2 schafft hier Klarheit. Er simuliert den realen Spannungszustand im Boden – mit Seitendruck und kontrolliertem Porenwasserdruck. So erhalten Sie Bemessungskennwerte für Kohäsion und Reibungswinkel, die auch im wassergesättigten Zustand belastbar sind. Unser Labor ist nach DIN EN ISO 17892 akkreditiert und führt konsolidierte, undränierte Versuche (CU) ebenso durch wie dränierte Versuche (CD) für Langzeitbetrachtungen.

Der Triaxialversuch bildet den wahren Spannungszustand unter Fundamenten ab – unverzichtbar bei wechselnden Wasserständen in der Havelniederung.

Methodik und Umfang

In der Potsdamer Moränenlandschaft treffen wir häufig auf eine Wechselfolge aus Geschiebemergel und Sandersanden. Eine reine Sondierung gibt nur begrenzt Aufschluss über das tatsächliche Bruchverhalten dieses inhomogenen Baugrunds. Der Triaxialversuch liefert die entscheidenden Parameter für wirklichkeitsnahe FE-Berechnungen.
  • Spannungszustand: Zylindrische Probe wird unter allseitigem Druck (σ3) konsolidiert und axial bis zum Bruch belastet.
  • Porenwasserdruck: Messung über elektronische Druckaufnehmer während der gesamten Scherphase.
  • Deformationsrate: Gesteuert über eine Präzisionsspindelpresse nach Vorgabe der DIN 18137-2.
  • Versuchstypen: UU (schnell, undräniert), CU (konsolidiert, undräniert) und CD (langsam, dräniert) – abgestimmt auf das Bauvorhaben.
Triaxialversuch in Potsdam: Scherfestigkeit für standsichere Gründungen

Lokale Besonderheiten

Potsdam verzeichnete in den letzten Jahren mehrere Bauvorhaben mit unerwarteten Setzungsschäden an historischer Bausubstanz, weil der Baugrund am Rand der Havelniederung falsch eingeschätzt wurde. Bei einer Bevölkerungsdichte von rund 850 Einwohnern pro Quadratkilometer und wachsendem innerstädtischen Verdichtungsdruck wird jeder Aushub zum Präzisionsprojekt. Ein unzutreffend ermittelter Reibungswinkel kann in einer tiefen Baugrube schnell zu einem Verbruch führen, wenn der Erddruck auf die Spundwand falsch angesetzt wird. Der Triaxialversuch minimiert dieses Risiko, indem er die undränierte Scherfestigkeit cu des Bodens exakt bestimmt. Gerade bei den empfindlichen, wassergesättigten Beckentonen im Potsdamer Urstromtal ist diese Kennwertbestimmung für die Standsicherheit von Böschungen und Verbauwänden unerlässlich.

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Erklärvideo

Geltende Normen

DIN 18137-2:2011-04, DIN EN ISO 17892-8:2018-05, DIN EN ISO 17892-9:2018-05

Zugehörige Fachleistungen

01

Triaxialversuch CU

Konsolidierter, undränierter Versuch mit Messung des Porenwasserdrucks. Standardverfahren für die Bemessung von Dämmen und Baugrubenumschließungen im gesättigten Boden.

02

Triaxialversuch CD

Dränierter Versuch für Langzeitstandsicherheiten. Ermittlung der effektiven Scherparameter c' und φ' für Böschungen und Stützkonstruktionen.

03

Multistage-Triaxial

Mehrstufiger Versuch an einer Einzelprobe. Wirtschaftliche Alternative bei geringem Probenmaterial oder heterogenen Bodenschichten.

Typische Parameter

ParameterTypischer Wert
NormDIN 18137-2 / EN ISO 17892-8/-9
Probendurchmesser50, 70 oder 100 mm
Lastrahmen5 kN oder 50 kN axial
Zelldruckbereichbis 1.000 kPa
Porenwasserdruckelektronische Messung
VersuchstypenUU, CU, CD
BerichtBruchspannungskreise, c' und φ', E-Modul

Häufige Fragen

Welchen Triaxialversuch benötige ich für eine Baugrube in der Potsdamer Innenstadt?

Für innerstädtische Baugruben mit hohem Grundwasserstand empfehlen wir konsolidierte, undränierte CU-Versuche. Diese bilden den Bauzustand mit schnellem Aushub und langsamem Porenwasserabfluss realistisch ab. Wir stimmen die Sättigungsdrücke und Konsolidationsspannungen auf die Tiefenlage und die hydrogeologischen Bedingungen vor Ort ab.

Welche Probengröße ist für den Versuch erforderlich?

Wir können Proben mit Durchmessern von 50, 70 oder 100 mm prüfen. Für grobkörnigen Geschiebemergel ist ein Durchmesser von 100 mm ideal, um Randeffekte zu minimieren. Die Proben sollten ungestört als Sonderprobe in dünnwandigen Stahlzylindern entnommen werden.

Können Sie auch Proben aus anderen Bundesländern untersuchen?

Ja, unser Labor ist deutschlandweit für Triaxialversuche akkreditiert. Wir erhalten regelmäßig Proben aus Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt, die wir nach den gleichen strengen Normvorgaben bearbeiten wie lokale Potsdamer Projekte.

Was kostet ein Triaxialversuch für ein Bauvorhaben in Potsdam?

Die Kosten liegen je nach Versuchstyp und Probenanzahl zwischen €1.480 und €2.380 für eine Serie von drei Einzelversuchen (CU-Standard). Ein Multistage-Versuch an einer Probe ist ab rund €980 möglich. Detaillierte Angebote erstellen wir nach Rücksprache mit dem Baugrundgutachter.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Potsdam und seinem Großraum.

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