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Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren in Potsdam

Die Baugrundverhältnisse in Potsdam könnten unterschiedlicher kaum sein: Während man in der historischen Innenstadt und den Barockvierteln rund um Sanssouci oft auf tragfähige, sandig-kiesige Ablagerungen der Teltowplatte trifft, kämpft man in den tiefer gelegenen Havelauen und im Norden der Stadt häufig mit weichen Talsanden und organischen Einlagerungen. Diese geologische Zweiteilung macht die Kontrolle der Verdichtung im Erdbau für jeden verantwortungsvollen Bauleiter unverzichtbar. Ein verdichteter Verfüllbereich, der auf dem Papier steht, nützt nichts, wenn er nicht vor Ort mit einem zerstörungsfreien, aber repräsentativen Verfahren wie der Felddichtebestimmung (Sandkegelverfahren) nachgewiesen wird. Unser Labor bietet genau diese Sicherheit mit einem mobilen Prüfteam, das die besonderen Bedingungen der brandenburgischen Landeshauptstadt kennt.

Ein Proctorwert ohne Feldkontrollprüfung ist wie ein Rezept ohne Kochprobe – erst das Sandkegelverfahren beweist die Tragfähigkeit.

Methodik und Umfang

Das kontinentale Klima der Region mit seinen trockenen Sommern und feuchten Wintern beeinflusst die Felddichtebestimmung direkt: Ein zu trockener Sandkegelversuch auf einer ausgetrockneten Planumsoberfläche liefert ebenso verfälschte Werte wie eine Messung unmittelbar nach Starkregen. Wir kalibrieren unseren Prüfsand – meist Normsand CEN-Normsand DIN EN 196-1 – regelmäßig auf Korngröße und Feuchte, bevor wir auf der Baustelle in Babelsberg oder Bornstedt eintreffen. Der Ablauf ist standardisiert: Wir heben die Prüfgrube mit einem definierten Durchmesser aus, entnehmen das Material vollständig für eine parallele Korngrößenanalyse im Labor, und füllen das Volumen anschließend mit dem kalibrierten Sand aus. Die Differenz zwischen eingefülltem Sand und Restmenge ergibt das exakte Grubenvolumen. So bestimmen wir die Trockendichte präzise und vergleichen sie mit dem im Proctorversuch ermittelten Referenzwert – ein direkter Nachweis des Verdichtungsgrads DPr.
Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren in Potsdam

Lokale Besonderheiten

In Potsdam sehen wir bei Nachkontrollen immer wieder denselben Fehler: Der Nachweis der Verdichtung wurde nur auf dem Planum gefahren, aber die darunterliegenden Tragschichtlagen – oft 30 bis 50 cm unter GOK – blieben ungeprüft. Gerade in den sandigen Böden der Teltowplatte kann eine ungenügend verdichtete untere Schicht zu Setzungsmulden führen, die erst Monate nach Fertigstellung der starren Fahrbahnbeläge sichtbar werden. Ein weiteres Risiko sind lokale Inhomogenitäten: In der Nähe der Havel können feinkörnige Linsen aus Auelehm die Verdichtbarkeit drastisch reduzieren. Ohne punktuelle Felddichtebestimmung an diesen kritischen Stellen verlassen Sie sich auf einen Mittelwert, der die Gefahr kaschiert. Unser Team dokumentiert jede Prüfstelle mit GPS und Einbautiefe, sodass Sie einen lückenlosen Qualitätsnachweis für den Erdbauteil erhalten.

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Geltende Normen

DIN 18125-2:2020-11 – Baugrund, Untersuchung von Bodenproben – Bestimmung der Dichte des Bodens – Teil 2: Feldversuche, ZTV E-StB 17 – Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für Erdarbeiten im Straßenbau, DIN EN 13286-2 – Ungebundene und hydraulisch gebundene Gemische – Laborverfahren zur Bestimmung der Trockendichte

Zugehörige Fachleistungen

01

Felddichtebestimmung vor Ort

Mobiles Prüfteam mit geeichtem Sandkegelgerät nach DIN 18125-2. Wir bestimmen die Trockendichte direkt auf Ihrer Baustelle in Potsdam, dokumentieren den Verdichtungsgrad DPr und übergeben Ihnen ein abnahmefähiges Protokoll.

02

Proctorversuch im Labor

Ermittlung der Referenzdichte nach DIN 18127. Wir bestimmen den optimalen Wassergehalt und die Proctordichte Ihrer Böden, bevor Sie mit der Verdichtung beginnen – die unverzichtbare Basis für jede Feldkontrolle.

03

Korngrößenanalyse und Klassifikation

Siebanalyse und Sedimentation nach DIN EN ISO 17892-4. Wir klassifizieren Ihren Baugrund und stellen sicher, dass das Sandkegelverfahren für die anstehende Korngröße überhaupt das richtige Prüfverfahren ist.

Typische Parameter

ParameterTypischer Wert
NormgrundlageDIN 18125-2:2020-11
Prüfgrubendurchmesser100–200 mm (je nach Größtkorn)
PrüftiefeBis 150 mm unter Planum
Kalibriermethode SandVolumetrisch mit Standzylinder
Bestimmte GrößeTrockendichte ρd [g/cm³]
VerdichtungsgradDPr = ρd,ist / ρd,Proctor × 100 %
AnwendungsbereichGrob- und gemischtkörnige Böden bis 63 mm

Häufige Fragen

Was kostet eine Felddichtebestimmung mit dem Sandkegelverfahren in Potsdam?

Die Kosten für eine einzelne Felddichtebestimmung nach DIN 18125-2 liegen in Potsdam üblicherweise zwischen €110 und €120. Bei mehreren Prüfpunkten auf derselben Baustelle oder in Kombination mit einem Proctorversuch im Labor reduzieren sich die Einzelpreise in der Regel. Jede Messung beinhaltet die Entnahme des Materials, die Volumenbestimmung, die Dichtebestimmung im Labor und das Protokoll.

Für welche Bodenarten ist das Sandkegelverfahren geeignet?

Das Verfahren eignet sich ideal für grobkörnige und gemischtkörnige Böden mit einem Größtkorn bis 63 mm. In Potsdam trifft dies auf die meisten sandigen und kiesigen Baugründe der Teltowplatte zu. Bei bindigen, stark tonigen Böden oder bei sehr grobem Schotter mit Überkorn stoßen wir an Grenzen – hier beraten wir Sie zu Alternativen wie dem Densitometer oder dem Ersatzverfahren mit Flüssigkeit.

Wie viele Prüfpunkte brauche ich für mein Bauvorhaben?

Die Anzahl der Prüfpunkte richtet sich nach den Vorgaben der ZTV E-StB 17 und der Größe des Verdichtungsbereichs. Als Faustregel gilt: ein Prüfpunkt je 500 m² bis 1000 m² verdichteter Fläche, mindestens jedoch drei Prüfungen pro zusammenhängendem Bauabschnitt. Wir legen die Raster gemeinsam mit Ihrer Bauleitung fest, abgestimmt auf den Baufortschritt.

Wie lange dauert eine Messung und wann erhalte ich das Ergebnis?

Die Prüfung vor Ort nimmt etwa 20 bis 30 Minuten in Anspruch. Anschließend wird die entnommene Probe in unserem Labor getrocknet und gewogen, sodass Sie das vollständige Prüfprotokoll mit dem Verdichtungsgrad DPr in der Regel innerhalb von 24 Stunden per E-Mail erhalten. Auf Wunsch beschleunigen wir die Auswertung auf den selben Arbeitstag.

Ist das Sandkegelverfahren nach DIN 18125-2 abnahmefähig?

Ja, das Verfahren ist das klassische Referenzverfahren für den direkten Dichtenachweis und wird von allen Bauämtern, Prüfingenieuren und Auftraggebern in Brandenburg anerkannt. Unser Labor ist nach DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditiert, die Prüfberichte enthalten alle erforderlichen Angaben wie Prüfpunktkoordinaten, Tiefe, Volumen, Masse und den berechneten Verdichtungsgrad DPr.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Potsdam und seinem Großraum.

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